Gesetzlich oder privat, wenn du selbstständig bist. Eine der wenigen Weichen, die sich später kaum noch umstellen lässt.
Die meisten entscheiden das im ersten Jahr ihrer Selbstständigkeit — wenn das Einkommen noch klein ist, keine Kinder da sind und alles gut aussieht. Genau dann trifft man sie am schlechtesten.
Ich rechne dir beide Wege durch, für heute und für die nächsten Jahrzehnte. Danach entscheidest du mit offenen Augen, nicht nach dem Monatsbeitrag.
In der gesetzlichen richtet sich der Beitrag nach dem, was du verdienst. In der privaten nach Alter, Gesundheit und gewähltem Umfang. Was heute günstiger ist, kann in fünfzehn Jahren umgekehrt aussehen.
Der wichtigste Unterschied, und der am häufigsten übersehene. In der gesetzlichen können Kinder ohne eigenes Einkommen beitragsfrei mitversichert werden. In der privaten kostet jedes Kind einen eigenen Beitrag.
In die private kommst du nur mit Gesundheitsprüfung. Was heute schon in der Akte steht, entscheidet mit — und lässt sich später nicht mehr wegdiskutieren.
Das ist der Punkt, über den zu selten gesprochen wird: Als Selbstständige kommst du aus der privaten in die gesetzliche nur unter engen Voraussetzungen zurück. Deshalb ist das keine Entscheidung für dieses Jahr, sondern für die nächsten Jahrzehnte.
Als Selbstständige bekommst du nicht automatisch Krankengeld ab dem ersten Tag. Bei den meisten klafft hier eine Lücke von mehreren Wochen — und die tut weh, wenn kein Gehalt weiterläuft.
Wenn du verbeamtet bist, ist die Ausgangslage eine ganz andere — und je nach Laufbahn und Bundesland unterschiedlich. Dafür habe ich eine eigene Seite.
Zur Beratung für BeamteVon gesetzlich nach privat meistens ja. Zurück ist als Selbstständige deutlich schwieriger und an enge Voraussetzungen geknüpft. Deshalb behandle ich diese Entscheidung anders als jede andere.
Das ist die Sorge, die ich am häufigsten höre, und sie ist ernst zu nehmen. Es gibt inzwischen verschiedene Möglichkeiten, die Beitragsentwicklung im Alter abzufedern — welche davon für dich passt, hängt von deiner Situation ab. Genau deshalb ist das nichts, was man aus einem Vergleichsportal abliest, sondern etwas, das man einmal in Ruhe gemeinsam durchgeht.
Genau das ist die Falle. Der niedrige Beitrag am Anfang ist verlockend, aber du entscheidest gerade für die nächsten dreißig Jahre. Wir rechnen deshalb nicht mit deinem heutigen Einkommen, sondern mit dem, was realistisch kommt.
Dann ändert sich die Rechnung deutlich. Wenn Kinder geplant sind oder auch nur denkbar, gehört das in die Entscheidung — vorher, nicht hinterher.
Eine Stunde deiner Zeit. Ich rechne dir beide Wege durch, kostenlos, und du entscheidest danach in Ruhe.
Erzähl mir kurz, wo du stehst. Ich melde mich innerhalb von zwei Werktagen. Eine Stunde deiner Zeit, kostenlos, deutschlandweit online.